Radieschen und Sprossenpizza Rezept

Heute dreht sich hier alles um ein kleines, aber sehr feines Gemüse: das Radieschen. Es zählt zu den Frühstartern in unseren Gemüsebeeten und kommt bei uns das ganze Jahr über auf den Tisch. Während der Gartensaison als ausgewachsenes Gemüse; während der Wintermonate als Sprossen. Dazu haben wir auch ein passendes Rezept parat.

Das Radieschen (lat. Raphanus sativus) zählt zur Familie der Kreuzblütengewächse (lat. Brassicaceae) und ist eine einjährige, nicht winterharte Pflanze. Es enthält u.a. Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium sowie Vitamin C, einige B-Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Radieschen helfen beim Abbau von Giften in der Leber, beim Aufbau von Gallenflüssigkeit, bei der Verdauung, unterstützen das Immunsystem und haben eine antioxidative, Cholesterin senkende Wirkung. Auch die Blätter sind zum Verzehr geeignet, z.B. in Suppen, Salaten, Saucen oder Hackfleischgerichten. 

Boden und Standort
Radieschen bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort und sind sehr gut geeignet für Mischkulturen.
Sie sind Schwachzehrer und fühlen sich in einem durchlässigen, humosen Boden wohl. Wir verwenden normale Gartenerde. Gedüngt werden sollte der Boden – wenn überhaupt – nur vor der Pflanzung mit organischem Dünger (nicht mit Stallmist, sonst besteht die Gefahr, dass die Radieschen „schießen“).
Es ist ein dreijähriger Fruchtwechsel anzustreben, d.h. die Pflanzen sollten maximal einmal in 3 Jahren an der gleichen Stelle angebaut werden.
Als gute Nachbarn gelten z.B. Artischocke, Aubergine, Bohnen, Erbsen, Erdbeere, Karotten, Kresse, Kohl, Lauch, Mangold, Paprika, Petersilie, Salat, Spinat und Tomaten.
Als schlechte Nachbarn gelten hingegen z.B. Gurken, Rucola und Zwiebeln.

Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
Radieschen können in warmen Wohnräumen oder Wintergärten ab Jänner vorkultiviert werden. Man sät die Samen in Saatkistchen mit Anzuchtserde mit einem Reihenabstand von 15 cm dünn aus.  Die Dunkelkeimer werden ca. 2 cm tief in die Erde gedrückt und gleichmäßig feucht gehalten. 15°C Bodentemperatur ist für die Keimung optimal. Bei einer Temperatur >20°C kann es zur Keimhemmung oder zum „Schießen“ kommen.

Aussaat im Freien
Die Samen können ab März bis September direkt ins Freilandbeet gesät werden (unter einer Folie ab Ende Februar). Man kann sie entweder breitflächig ausstreuen und später vereinzeln, weil üblicherweise ohnehin nicht alle Samen aufgehen, oder gleich unter Einhaltung eines Pflanzabstands von 5 cm und eines Reihenabstands von 15-20 cm aussäen.
Tipp: Durch 14-tägige Folgesaaten ist eine laufende Ernte möglich. Wir säen die ersten Samen gleichzeitig und an derselben Stelle wie Langkeimer, wie z.B. Karotten und Wurzelpetersilie, weil die Radieschen schon längst reif sind, wenn Karotten und Wurzelpetersilie erst richtig anwachsen. So kann Platz im Beet gespart werden.

Pflege
Eine gleichmäßige Bewässerung ist notwendig, damit die Pflanzen nicht „schießen“ oder Aufplatzen. Eine Mulchschicht ist ideal um den Boden gleichmäßig feucht zu halten. Außerdem bleibt der Boden dadurch Unkrautfrei.
Auch zu viel Sonne und Hitze können das „Schießen“ der Pflanzen fördern. Daher empfiehlt sich an heißen Sommertagen ein Sonnenschutz, z.B. durch größere Pflanznachbarn, die Schatten spenden.
Eine Düngung ist nicht notwendig.

Ernte
Die Reifezeit beträgt im Frühjahr 6 Wochen und im Sommer 4 Wochen. Eine Ernte ist bis November möglich. Man zieht das Radieschen dazu einfach am Grün heraus.

Lagerung und Vermehrung
Radieschen sind im Kühlschrank ca. 1 Woche haltbar.
Die Vermehrung erfolgt mittels Samen. Um eigene Samen zu erhalten, lässt man die Radieschen immer weiter wachsen ohne zu ernten. Nach der Blüte sind die Radieschen nicht mehr genießbar, aber man kann die Samen einsammeln, trocknen und in einer Papiertüte an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahren (<25°C). Die Samen sind 3-4 Jahre haltbar.

Krankheiten
Krankheiten und Schädlinge sind bei Radieschen meist auf falsche Pflege oder einen schlechten Standort zurückzuführen.
  • Erdflöhe
  • Kohlfliege
  • Blattläuse
  • Kohlhernie
  • Falscher Mehltau

Verwendung
Radieschen passen zu jeder Jause. Wir essen sie am liebsten auf dem Frühstücksbrot gemeinsam mit Butter, Schnittlauch und Salz. Auch als Salatzutat oder zum Knabbern zwischendurch sind sie hervorragend geeignet.


Rezept Sprossenpizza

Wer nicht bis zur Radieschen-Ernte warten will, kann sich mit Radieschen-Sprossen eine leckere Pizza backen.

Für den Pizzateig (2 Pizzen) benötigt man folgende Zutaten:
250 g Weizenmehl
150 g Wasser
5 g Frischhefe
1 Esslöffel Olivenöl
Prise Salz
25 g Sprossen (Radieschen oder andere Sorten)
Alle Zutaten außer die Sprossen zu einem homogenen Teig verkneten. Anschließend die Sprossen mit der Hand gut in die Teigmasse einarbeiten. Danach in 2 gleich große Stücke teilen, mit einem feuchten Tuch abdecken und 3 Stunden gehen lassen.

Die Pizzen können je nach Geschmack belegt werden. Den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche rund ausrollen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit den Zutaten belegen und im vorgeheizten Backroh bei 220°C 10-15 Minuten knusprig backen. Vor dem Servieren mit Sprossen bestreuen. Hier haben wir eine Variation mit Tomatensauce, Mozzarella, Vulcano-Schinken (Produkt aus der Oststeiermark) und einem Zwiebel-Knoblauch-Oregano-Gewürz. 

Auch ein Knoblauch-Pizzabrot ist schnell gezaubert. Dazu den Teig wie oben ausrollen und auf ein Backblech legen, die Fladenoberfläche mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten Backrohr bei 200°C backen. 5 Knoblauchzehen ganz klein schneiden, mit Olivenöl und Salz mischen, und über der Pizza verteilen. Vor dem Servieren mit Sprossen bestreuen.


Liebe Grüße,







Heute dreht sich hier alles um ein kleines, aber sehr feines Gemüse: das Radieschen. Es zählt zu den Frühstartern in unseren Gemüsebeeten und kommt bei uns das ganze Jahr über auf den Tisch. Während der Gartensaison als ausgewachsenes Gemüse; während der Wintermonate als Sprossen. Dazu haben wir auch ein passendes Rezept parat.

Das Radieschen (lat. Raphanus sativus) zählt zur Familie der Kreuzblütengewächse (lat. Brassicaceae) und ist eine einjährige, nicht winterharte Pflanze. Es enthält u.a. Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium sowie Vitamin C, einige B-Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Radieschen helfen beim Abbau von Giften in der Leber, beim Aufbau von Gallenflüssigkeit, bei der Verdauung, unterstützen das Immunsystem und haben eine antioxidative, Cholesterin senkende Wirkung. Auch die Blätter sind zum Verzehr geeignet, z.B. in Suppen, Salaten, Saucen oder Hackfleischgerichten. 

Boden und Standort
Radieschen bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort und sind sehr gut geeignet für Mischkulturen.
Sie sind Schwachzehrer und fühlen sich in einem durchlässigen, humosen Boden wohl. Wir verwenden normale Gartenerde. Gedüngt werden sollte der Boden – wenn überhaupt – nur vor der Pflanzung mit organischem Dünger (nicht mit Stallmist, sonst besteht die Gefahr, dass die Radieschen „schießen“).
Es ist ein dreijähriger Fruchtwechsel anzustreben, d.h. die Pflanzen sollten maximal einmal in 3 Jahren an der gleichen Stelle angebaut werden.
Als gute Nachbarn gelten z.B. Artischocke, Aubergine, Bohnen, Erbsen, Erdbeere, Karotten, Kresse, Kohl, Lauch, Mangold, Paprika, Petersilie, Salat, Spinat und Tomaten.
Als schlechte Nachbarn gelten hingegen z.B. Gurken, Rucola und Zwiebeln.

Anzucht im Haus / Gewächshaus / Frühbeet
Radieschen können in warmen Wohnräumen oder Wintergärten ab Jänner vorkultiviert werden. Man sät die Samen in Saatkistchen mit Anzuchtserde mit einem Reihenabstand von 15 cm dünn aus.  Die Dunkelkeimer werden ca. 2 cm tief in die Erde gedrückt und gleichmäßig feucht gehalten. 15°C Bodentemperatur ist für die Keimung optimal. Bei einer Temperatur >20°C kann es zur Keimhemmung oder zum „Schießen“ kommen.

Aussaat im Freien
Die Samen können ab März bis September direkt ins Freilandbeet gesät werden (unter einer Folie ab Ende Februar). Man kann sie entweder breitflächig ausstreuen und später vereinzeln, weil üblicherweise ohnehin nicht alle Samen aufgehen, oder gleich unter Einhaltung eines Pflanzabstands von 5 cm und eines Reihenabstands von 15-20 cm aussäen.
Tipp: Durch 14-tägige Folgesaaten ist eine laufende Ernte möglich. Wir säen die ersten Samen gleichzeitig und an derselben Stelle wie Langkeimer, wie z.B. Karotten und Wurzelpetersilie, weil die Radieschen schon längst reif sind, wenn Karotten und Wurzelpetersilie erst richtig anwachsen. So kann Platz im Beet gespart werden.

Pflege
Eine gleichmäßige Bewässerung ist notwendig, damit die Pflanzen nicht „schießen“ oder Aufplatzen. Eine Mulchschicht ist ideal um den Boden gleichmäßig feucht zu halten. Außerdem bleibt der Boden dadurch Unkrautfrei.
Auch zu viel Sonne und Hitze können das „Schießen“ der Pflanzen fördern. Daher empfiehlt sich an heißen Sommertagen ein Sonnenschutz, z.B. durch größere Pflanznachbarn, die Schatten spenden.
Eine Düngung ist nicht notwendig.

Ernte
Die Reifezeit beträgt im Frühjahr 6 Wochen und im Sommer 4 Wochen. Eine Ernte ist bis November möglich. Man zieht das Radieschen dazu einfach am Grün heraus.

Lagerung und Vermehrung
Radieschen sind im Kühlschrank ca. 1 Woche haltbar.
Die Vermehrung erfolgt mittels Samen. Um eigene Samen zu erhalten, lässt man die Radieschen immer weiter wachsen ohne zu ernten. Nach der Blüte sind die Radieschen nicht mehr genießbar, aber man kann die Samen einsammeln, trocknen und in einer Papiertüte an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahren (<25°C). Die Samen sind 3-4 Jahre haltbar.

Krankheiten
Krankheiten und Schädlinge sind bei Radieschen meist auf falsche Pflege oder einen schlechten Standort zurückzuführen.
  • Erdflöhe
  • Kohlfliege
  • Blattläuse
  • Kohlhernie
  • Falscher Mehltau

Verwendung
Radieschen passen zu jeder Jause. Wir essen sie am liebsten auf dem Frühstücksbrot gemeinsam mit Butter, Schnittlauch und Salz. Auch als Salatzutat oder zum Knabbern zwischendurch sind sie hervorragend geeignet.


Rezept Sprossenpizza

Wer nicht bis zur Radieschen-Ernte warten will, kann sich mit Radieschen-Sprossen eine leckere Pizza backen.

Für den Pizzateig (2 Pizzen) benötigt man folgende Zutaten:
250 g Weizenmehl
150 g Wasser
5 g Frischhefe
1 Esslöffel Olivenöl
Prise Salz
25 g Sprossen (Radieschen oder andere Sorten)
Alle Zutaten außer die Sprossen zu einem homogenen Teig verkneten. Anschließend die Sprossen mit der Hand gut in die Teigmasse einarbeiten. Danach in 2 gleich große Stücke teilen, mit einem feuchten Tuch abdecken und 3 Stunden gehen lassen.

Die Pizzen können je nach Geschmack belegt werden. Den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche rund ausrollen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit den Zutaten belegen und im vorgeheizten Backroh bei 220°C 10-15 Minuten knusprig backen. Vor dem Servieren mit Sprossen bestreuen. Hier haben wir eine Variation mit Tomatensauce, Mozzarella, Vulcano-Schinken (Produkt aus der Oststeiermark) und einem Zwiebel-Knoblauch-Oregano-Gewürz. 

Auch ein Knoblauch-Pizzabrot ist schnell gezaubert. Dazu den Teig wie oben ausrollen und auf ein Backblech legen, die Fladenoberfläche mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten Backrohr bei 200°C backen. 5 Knoblauchzehen ganz klein schneiden, mit Olivenöl und Salz mischen, und über der Pizza verteilen. Vor dem Servieren mit Sprossen bestreuen.


Liebe Grüße,







Weiterlesen
Ihr Lieben, herzlichen Dank für eure netten Kommentare und herzlich Willkommen an alle neuen Leser! Damit ihr Bescheid wisst: Wir werden nicht immer jeden einzelnen Kommentar beantworten bzw. jeden einzelnen Leser willkommen heißen. Wir freuen uns aber immer riesig über jeden Einzelnen und eure Kommentare sind Balsam für die Seele!
Schön, dass ihr euch auf die kommenden Gartenrundgänge freut und gespannt seid, welche selbstgemachten Dinge wir als nächstes zaubern. So viel sei verraten – wir sprühen schon vor Ideen :-) Bis es soweit ist, beginnen zunächst einmal die ersten Arbeiten im Garten…

Je nach Wetterlage starten wir mit dem Gemüseanbau in unseren Hochbeeten Ende Februar oder Anfang März. Die meisten Pflanzen ziehen wir selbst aus Samen, manche kaufen wir aber auch als Jungpflanzen zu, insbesondere wenn wir nicht so große Mengen benötigen.
Ihr wollt auch schon voll durchstarten? Perfekt – hier sind unsere Tipps für eine ertragreiche Gemüseernte.


1. Startkapital Boden:

Damit die ersten Samen alle Nährstoffe bekommen, die sie für ein starkes Wachstum benötigen, gilt es die Beete rechtzeitig vorzubereiten.
Wenn ihr zum ersten Mal Gemüse anbauen wollt, findet ihr hier einen Beitrag über den Aufbau und die Befüllung von Hochbeeten bzw. hier einen Betrag über die Anlage eines Gemüsebeets.
Unsere Hochbeete haben wir im Herbst mit Ästen, Laub, Schnittgut und weiterem Pflanzenmaterial aufgefüllt, das zu dieser Zeit gerade angefallen ist. Jetzt kommt noch eine 2-3 cm dicke Schicht Kompost darauf und der Rest wird mit Gartenerde aufgefüllt.
Den Boden im Gemüsebeet haben wir ebenfalls schon im Herbst grob gelockert. Jetzt wird eine Schicht reifer Kompost und bei Bedarf zusätzlich noch etwas Sand eingearbeitet. Hier beginnen wir mit der Kultivierung frühestens Ende März, weil der Boden im Vergleich zu jenem in den Hochbeeten noch viel kälter ist. Bis dahin hat sich der Boden dann auch gelockert und gesetzt, und wir werden die Oberfläche nur noch mit einem Rechen glätten.
Eine Gründüngung haben wir in der letzten Gartensaison leider verabsäumt. Der Boden eines Gemüsebeets sollte grundsätzlich nie leer stehen. Damit verhindert man die Ausbreitung von Unkraut, der Boden wird durchgängig mit den nötigen Nährstoffen versorgt und tiefgründig gelockert. Dieses Jahr gegen Sommerende wollen wir jedenfalls Gründüngerpflanzen säen.

2. Einen Pflanzplan zeichnen:

Nachdem man sich überlegt hat, welche Gemüsesorten man im eigenen Garten – je nach Geschmacksvorlieben und vorhandenem Platz zur Kultivierung – anbauen möchte, sollte man einen Anbauplan skizzieren. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass unterschiedliche Pflanzensorten unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse haben und sich nacheinander oder nebeneinander gesetzt, positiv bzw. negativ beeinflussen. Einen Beitrag über Pflanzenbedürfnisse (Fruchtwechsel, Fruchtfolge, Mischkultur und gute Nachbarschaften) findet ihr hier.
Außerdem lässt sich die Bewirtschaftung über die gesamte Gartensaison so besser planen. Mit der richtigen Einteilung, passenden Vor-, Haupt- und Nachkulturen sowie Folgesaaten kann man die ganze Saison über frisches Gemüse ernten.

3. Das passende Saatgut:

Will man Saatgut aus dem Vorjahr verwenden, empfiehlt es sich eine Keimprobe zu machen. Wir geben dazu ein paar Lagen Küchenpapier auf einen großen Teller, streuen je Gemüsesorte ca. 20 Samen darauf und befeuchten sie. Danach bedecken wir den Teller mit einer Klarsichtfolie und stellen ihn an einen warmen Ort, z.B. auf die Fensterbank. Das Papier muss immer feucht bleiben, die Samen dürfen aber nicht im Wasser schwimmen und es sollte immer wieder – zumindest täglich – gelüftet werden. Keimen nach 1-2 Wochen (bei der Keimdauer sollte man sich nach den Verpackungsangaben richten) ca. 75% der Samen, verwenden wir sie ganz normal wieder. Keimen nur mehr 50%, säen wir das Saatgut konzentrierter in den Beeten. Keimen weniger als 50%, kaufen wir neues.
Beim Kauf von neuem Saatgut muss sich jeder selbst entscheiden, worauf er Wert legt – Bio, Standard, Zertifiziertes Saatgut, pilliertes Saatgut, Saatbänder, u.s.w.

4. Zeitplan:

Je nach Gemüsesorte variiert der perfekte Zeitpunkt bzw. Zeitraum für die Aussaat. Manche Sorten wie Tomaten, Paprika und Kürbisgewächse benötigen sogar einige Monate Vorlaufzeit bevor sie ins Freiland gesetzt werden können. Zu den Frühstartern in unseren Beeten zählen Radieschen, Salat, Karotten, Lauch, Wurzelpetersilie und Erbsen. Diese werden wir in den kommenden Wochen säen. Feldsalat hat im Hochbeet überwintert.
Wir vermerken in unseren Kalendern auch gleich passende Zeitpunkte für Folgesaaten. Radieschen säen wir z.B. alle 4-6 Wochen und garantieren damit eine laufende Ernte über den ganzen Sommer.
Wir können mit der Kultivierung in unseren Hochbeete schon zeitig starten, weil wir sie als Frühbeete verwenden. Dazu decken wir sie mit einer Folie oder einem Vlies ab und ermöglichen so eine frühere Kultivierung. An warmen Tagen muss unbedingt gelüftet werden, sonst werden die Pflänzchen kümmerlich und anfälliger für Krankheiten. Das Gemüsebeet wird erst später bepflanzt, wenn sich der Boden schon besser erwärmt hat.
Bei der Aussaat richten wir uns zusätzlich nach dem Mondkalender. Zumindest berücksichtigen wir folgende Grundregel: Wurzelpflanzen, wie z.B. Karotten, Radieschen, Sellerie, Wurzelpetersilie und Zwiebeln (Pflanzen, die ihre Früchte unterirdisch ausbilden) säen wir bei abnehmenden Mond, alle anderen bei zunehmendem Mond (Pflanzen, die ihre Früchte oberirdisch ausbilden). Kopfsalat ist die Ausnahme. Dieser wächst zwar nach oben, wird aber auch bei abnehmendem Mond gesät. Immerhin beeinflusst der Mond sogar Ebbe und Flut, also wird schon was dahinter stecken, oder?!

5. Ein bisschen Pflege, Füße hoch und genießen:

Wer die vorigen Punkte beachtet, muss nach der Aussaat in der Regel nicht mehr viel Zeit für die Gemüsebeete aufwenden.
Gießen: Wir haben eine automatische Bewässerung installiert, dadurch werden die Pflanzen gleichmäßig und mit Tröpfchen bzw. einem feinen Wasserstrahl versorgt.
Mulchen, Mulchen, Mulchen: Der moderne Gärtner weiß, dass Mulchen viele Vorteile und Zeitersparnis mit sich bringt. Es ist Unkrautbremse und Wassersparer zugleich, und versorgt den Boden – je nach Mulchmaterial – mit Nährstoffen.
Rechtzeitig Ernten: Die meisten Gemüsesorten werden nicht besser, je länger man sie im Beet stehen lässt. Sie platzen, schießen und werden weniger genießbar. Besser sofort ernten, sobald sie reif sind und dadurch auch wieder Platz für Folgesaaten schaffen.
Zum "Fine Tuning" zählen Düngen, Anhäufeln u.s.w.


Habt ihr noch weitere Tipps zum Gemüseanbau? Welche Erfahrungen habt ihr bereits gemacht? Haben wir etwas vergessen?

Wir wünschen euch einen erfolgreichen Start uns Gartenjahr!
Liebe Grüße,

P.S.: Jetzt ist noch die ideale Zeit um Sprossen zu ziehen! Diese sind teilweise schon nach 1 Woche verzehrbereit und stecken voller Vitamine und wertvollen Nährstoffen. Einen Beitrag zur Sprossenanzucht findet ihr hier. So vergeht die Zeit bis zur ersten Gemüseernte gleich schneller. 

Verlinkt bei: Gartenglück, ANL




Heute findet ihr bei Anja von Gartenbuddelei einen Beitrag über unsere Gärten und den Blog. Wow! Sie hat im Herbst die wunderbare Aktion "Zeig uns Deinen Garten/Blog" gestartet, bei der sie traumhafte Gärten und interessante Blogs vorstellt. Wir haben die Reihe gespannt verfolgt, durften bereits über einige Gartenzäune blicken und tolle Gartenblogger kennenlernen. Jetzt freuen wir uns riesig, dass sie diesen Beitrag über unseren Steiermarkgarten veröffentlicht hat. Vielen Dank, dass wir dabei sein dürfen!


Außerdem wollen wir uns bei Nicole von niwibo über diese bezaubernde Karte bedanken. Wir haben sie als Dankeschön für unsere Steiermarkgarten-Paket erhalten. Auf ihrem Blog haben wir ja schon gesehen, dass die kreative Nicole von Herzen gern wunderschöne Karten bastelt. Wir freuen uns sehr, dass wir nun so ein liebes Exemplar bei uns zu Hause haben. Vielen Dank!


Eigentlich hätten wir für diese Woche keinen Beitrag mehr geplant gehabt. ABER: Mit diesem Post wollen wir auch ausdrücken, wie gut es uns in der Bloggerwelt gefällt. Man lernt so viele außergewöhnliche, kreative, inspirierende Persönlichkeiten kennen und der Austausch untereinander macht unheimlich Spaß. Danke dafür!

Liebe Grüße, 




Ein Winter ohne ätherische Öle? Unvorstellbar! Egal ob in der Duftlampe, in der Sauna oder als Badezusatz – die passenden Düfte beflügeln die Seele und der Tag scheint nicht mehr grau in grau. Aber die Öle beeinflussen nicht nur unsere Stimmung, die Aromatherapie hilft auch bei vielen Wehwehchen. Heute zeige ich euch wie man mit ätherischen Ölen selbst Roll-Ons herstellen kann und stelle 3 Beispiele vor.


Kopfschmerz-Roll-On
Man benötigt:
20-30 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl
10 ml Jojobaöl (alternativ Mandelöl)
10 ml Mini-Roll-On
Die Öle in den Roll-On geben, den Roller aufsetzen, schütteln und fertig. Schon hat man ein wirkungsvolles Mittel gegen Kopfschmerzen und spart sich den Weg in die Apotheke. Bei Bedarf mehrmals am Tag an den Schläfen auftragen. Vor jeder Anwendung sollte man erneut schütteln, damit sich die Zutaten wieder gut miteinander vermischen.
Das ätherische Öl der Pfefferminze gilt durch seinen natürlichen Menthol-Gehalt als besonders entkrampfend bei Kopfschmerzen. Es wirkt außerdem kühlend, erfrischend und konzentrationssteigernd.
Die Augen sollten mit dem Öl nie in Kontakt kommen und es sollte nicht bei Kindern unter 5 Jahren verwendet werden!
Hinweis: Ich verwende eine höhere Dosierung, da ich häufig an Verspannungen im Nacken und starken Spannungskopfschmerzen leide. Bei Verspannungen trage ich das Öl auch beim Nacken auf. Zum erstmaligen Probieren sind 10-20 Tropfen ausreichend.

Entspannungs-Roll-On
Man benötigt:
10 Tropfen ätherisches Lavendelöl
5 Tropfen ätherisches Zitronenöl
10 ml Jojobaöl
10 ml Mini-Roll-On
Die Öle in den Roll-On geben, den Roller aufsetzen, schütteln und fertig. Bei Bedarf am Nacken auftragen, z.B. am Abend nach einem anstrengenden Tag. Vor jeder Anwendung erneut schütteln, damit sich die Zutaten wieder gut miteinander vermischen.
Das ätherische Öl des Lavendel wirkt pflegend und beruhigend. Es wird unter anderem bei Stress, Nervosität, Ärger, Schlafstörungen und nervöser Unruhe eingesetzt. Einen detaillierten Beitrag über Lavendel findet ihr hier bei den Pflanzenportraits.
Das ätherische Öl der Zitrone wirkt klärend, erfrischend und anregend. Es findet unter anderem bei Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder seelischer Schwere Anwendung.

Muskel- und Gelenk-Roll-On
Man benötigt:
5 Tropfen ätherisches Latschenöl
10 ml Johanniskraut-Ölauszug
10 ml Ringelblumen-Ölauszug
10 ml Jojobaöl
30 ml Mini-Roll-On
Die Herstellung dieses Roll-Ons ist im Vergleich zu den beiden vorigen etwas anspruchsvoller. Zunächst einmal werden die Ölauszüge hergestellt. Dazu werden Johanniskraut und Ringelblumen klein geschnitten, jeweils in ein eigenes Schraubglas gefüllt und mit Sonnenblumenöl übergossen, bis sie eben bedeckt sind. Bei getrockneten Pflanzenteilen wird das Schraubglas gut verschlossen, bei frischen Pflanzen hingegen verwendet man nur ein Baumwolltuch und ein Gummiband. Die Mischung wird 4 Wochen an einem warmen, schattigen Ort stehen gelassen und immer wieder geschüttelt oder gerührt. Danach wird das Öl abgeseiht und die Pflanzenteile gut ausgedrückt. In kleinen dunklen Fläschchen abgefüllt und an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahrt, halten die Ölauszüge 1 Jahr.
Alle Zutaten in den Roll-On geben, den Roller aufsetzen und gut schütteln. Bei Bedarf abends vor dem Schlafengehen einreiben.
Die Wirkung dieser Mischung ist vor allem auf das Johanniskrautöl zurückzuführen. Es ist DAS Mittel bei schmerzenden Muskeln und Gelenken. Außerdem wirkt es entspannend auf die Nerven. Das Ringelblumenöl wirkt in erster Linie hautpflegend, wird aber auch bei Zerrungen eingesetzt. Das ätherische Latschenöl wärmt.


Beim Kauf ätherischer Öle sollte man auf die Qualität achten, insbesondere wenn man sie für den gesundheitlichen Nutzen verwendet. Die Herstellung naturreiner Öle erfordert große Mengen an Pflanzenmaterial und ist sehr aufwendig. Aus diesem Grund sind ätherische Öle recht teuer. Im Handel findet man auch billige Alternativen, diese wurden aber meist synthetisch hergestellt und können gesundheitlich bedenklich sein.

Wir wollen kommenden Sommer selbst versuchen ätherische Öle zu gewinnen und haben dazu eine Destille angeschafft. Das Verfahren der Wasserdampfdestillation haben wir in einem Kräuterkurs gelernt. Mit Lavendel werden wir es jedenfalls versuchen, da man aus dieser Pflanze verhältnismäßig größere Mengen ätherisches Öl erhält als von anderen Pflanzen. Auch mit Minze, Rosmarin, Salbei und weiteren Kräutern wollen wir unser Glück versuchen. Damit wir genügend Pflanzenmaterial haben, werden wir diese Pflanzen im Frühling über Stecklinge vermehren. Einen eigenen Beitrag über diese Form der Vermehrung findet ihr hier. Ich bin gespannt, ob wir unsere Pläne umsetzen können und wie es uns dabei ergeht.

Liebe Grüße,


Achtung: Ätherische Öle sind stark konzentriert und können auch Unverträglichkeiten, allergische Reaktionen und andere Nebenwirkungen hervorrufen. Daher sollte man bei erstmaliger Anwendung einzelne Öle auf Verträglichkeit testen, bevor man sie über einen längeren Zeitraum verwendet. Dazu einzelne Tropfen auf einer kleinen Hautstelle auftragen und die Reaktion der Haut beobachten. Treten nach 15 Minuten Rötungen, Jucken, Brennen oder andere unangenehme Reaktionen auf, sollte man dieses Öl meiden. Die meisten ätherischen Öle sollten weder in der Schwangerschaft noch bei Kindern verwendet werden.







Letzte Woche hat bei uns noch einmal der Winter vorbeigeschaut und Einiges an Schnee da gelassen. Ein sonniger, warmer Tag dazwischen war allerdings ausreichend, dass die weiße Pracht fast wieder komplett weggeschmolzen ist.

Inzwischen strecken sich bereits die ersten Frühlingsblüher aus dem Boden und ich kann die kommende Gartensaison kaum noch erwarten!

Höchste Zeit also, um das Saatgut zu sortieren und zu überlegen, was dieses Jahr alles angepflanzt werden soll.
An dieser Stelle möchte ich euch die Saattütchen zeigen, die ich für die Taufe meiner kleinen Tochter letzten Herbst als Give Away gebastelt habe. Im Sommer habe ich in meinem Garten fleißig Samen gesammelt – z.B. von Kräutern wie Basilikum, Dill und Kapuzinerkresse, aber auch von Gemüse wie Erbsen, Kürbis und Salat. Diese habe ich dann in diesen Saattütchen schön verpackt und jedem Gast bei der Taufe ein Tütchen mit nach Hause gegeben. Ich habe das sehr passend gefunden, weil sich aus Samen Pflanzen entwickeln, denen man beim Wachsen zuschaut, die man hegt und pflegt. Und so ähnlich ist es ja auch bei Kindern.

Ich hoffe, dass die Beschenkten eine Freude mit den Samen haben und sich daraus tolle Pflanzen entwickeln. 
Juckt es euch auch schon in den Gartenfingern?

Schönes Wochenende und liebe Grüße,